Dentalkeramik

tl_files/content_images/Keramikarbeit_12.JPGKeramikmassen stehen zwischen Glas und Porzellan. Wie bei herkömmlicher Keramik werden während des Brennvorgangs Kristalle gebildet (hier nennt man die Leuzitkristalle). Der Hauptunterschied zwischen der Dentalkeramik und dem Porzellan besteht in der Verarbeitungsweise der Massen.

Glaskeramik: besteht aus einer transparenten, amorphen Glasphase, die mit fein verteilten Leuzitkristallen verzerrt ist. Die eingelagerten Kristalle übernehmen die Aufgabe der Farbgebung und gewährleisten die Festigkeit unter funktioneller Belastung.

Dentalkeramiken
Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Verarbeitungsprinzipien.

Dazu gehören:
Brennen, Sintern, Pressen, Gießen, Fräsen. Beim Brennen handelt es sich um Metallkeramiken, d.h. Keramiken die auf einem Trägermaterial aus Metall geschichtet und anschließend gebrannt werden.Die restlichen Verarbeitungsmethoden betreffen die Vollkeramiksysteme Zirkonoxid benutzt oder ganz und gar auf ein Gerüst verzichtet. Hier wären solche Systeme wie E-max beim Pressen oder beim Fräsen das berühmte CAD/CAM zu nennen. 

Die Dentalkeramiken bestehen hauptsächlich aus zwei Komponenten: Tonerden (Kali- und Natronfeldspaten) die die Kristallphase bilden und für die Entstehung einer amorphen, kristalllosen Phase zuständig sind und Quarz. Zusätze wie Metalloxide, organische Bindemittel oder Farbstoffe verleihen den Keramiken die gewünschte Farbe oder ermöglichen dem Zahntechniker ein einfaches und schnelles Schichten.                                                            

Die industriell hergestellte Zirkonoxidkeramik, die  die Form eines FräsRohlings hat, lässt sich zu Brückengerüsten oder zu Kronenkonstruktionen (Käppchen) verarbeiten. Die außergewöhnliche mechanische Festigkeit der Keramik wird durch das Sintern erreicht d.h. dass der vorgesinterte Rohling, der ursprünglich eine kreidige und poröse Konsistenz besitzt,  soweit erwärmt werden muss, bis die einzelnen Bestandteile „zusammenbacken“.   

Einsatzgebiete: dank den physikalischen und mechanischen Eigenschaften ist die Indikation des Zirkonoxids sehr breit. Die ständige Forschung an dem Material ermöglicht immer innovativere Einsatzmöglichkeiten. Man versucht das populäre und leider immer teuer werdende Metall zu ersetzen. Es lassen sich unterschiedliche Vorteile aufzählen, die sowohl der Verarbeitungs- wie auch Indikationswegen, für das Zirkonoxid sprechen. Das auffälligste für den Patienten ist bei den üblichen Metallgerüsten die sichtbare Verfärbung des Zahnfleisches. Das Problem tritt bei den Gerüsten mit einer Porzellanschulter (Keramikrand) oder vollkeramischen Gerüsten nicht auf, zusätzlich verhindert die geringe Temperaturleitfähigkeit die thermische Irritation des überkronten Zahnes, die zur Entzündungen und damit zur unangenehmen Zahnschmerzen führen kann. Die Zirkonoxidgerüste eignen sich auch hierfür ideal, sie verdecken die Ansicht auf einem

Röntgenbild nicht und erleichtern somit den Befund. Man soll nicht vergessen, dass die Keramikgerüste eine wunderbare Farbgebung ermöglichen. Die Reflektion des Lichtes ist bei keinem anderen festsitzenden Zahnersatz zu übertreffen. Die ästhetischen Vorteile des Zirkonoxids werden zusätzlich durch die mögliche Einfärbung des Gerüstes unterstützt. Die Schichtstärke der Verblendung kann somit gering gehalten werden und den hohen Substanzverlust bei der Zahnpräparation hindern. Nicht selten kommt es zu allergischen Reaktionen auf Edelmetalle oder andere Bestandteile der Legierungen.

Zirkonoxid kann in solchen Fällen eine hervorragende Lösung bieten. „Das weiße Gold“ ist eine oxidierte Form des Zirkoniums, eines Metalls, das in der Natur als Mineral (Zirkon) oder Zirkoniumerde vorkommt.