Die Geschichte der Implantate

Frühe Hinweise auf den Ersatz fehlender Zähne durch Menschen- oder Tierzähne finden wir in der römischen Antike: Fremde Zähne wurden nach etruskischem Vorbild durch Goldbänder mit den eigenen verbunden; es sind Anhaltspunkte für Zahnverpflanzungen greifbar, wobei jedoch fraglich ist, inwieweit es sich dabei um Transplantationen oder mit Hilfe menschlicher Zähne gefertigte Prothesen gehandelt hat. Ebenso interessant wie umstritten sind verschiedene Ausgrabungen in den historischen Stätten der mittelamerikanischen Hochkulturen: Sie reichen von präinkaischen Schädeln (etwa zweites Jahrhundert n. Chr.), die neben anderen Mutilationen auch (wohl erst postmortal) implantierte menschliche Zähne aufweisen, über einen Schädelfund aus der Mayakultur Honduras' (zirka 8./9. Jahrhundert) mit einem implantierten Zahn, dem anhaftender Zahnstein und somit eine längere Verweildauer in situ zugeschrieben wird, bis hin zu einem Unterkieferfragment (ebenfalls Maya, um 600 n. Chr.), bei dem im Bereich der Front drei zahnförmige Muschelstücke eingesetzt worden waren und dort einheilten das gilt ais frühestes Zeugnis enossaler alloplastischer Implantation.

Zu den ersten enossalen Implantaten zählen die Versuche Magiolos im Jahre 1809, der künstliche Alveolen schuf und darin ein Röhrchen aus Gold einsetzte um daran einen Stiftzahn zu befestigen. Es wurden diverse Versuche mit verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Techniken unternommen, die aber selten oder nie zu dem erwünschten Erfolg führten, deshalb wurden die Bemühungen in diese Richtung bald aufgegeben. Es fehlte an den nötigen Materialien und am technischen Wissen für diese anspruchsvolle Technik.

1939 sorgte Strock für einen Durchbruch in der ImplantoIogie. Er verwendete eine Cobalt-Chrom-Molybdän Legierung, modifizierte die Form der Implantate zu einer Schraube, die einer Holzschraube sehr ähnlich war. Das war der Beginn der modernen zahnärztlichen Implantologie und Forschung auf dem Gebiet der Integration von alloplastischen Materialien in vitalen Geweben.

1946 entwickelte Formiggini die nach ihm benannte Schraube.

1962 Scialom entwickelt Nadelimplantate die 2 oder 3 Beine oder eine Reihe von Beinen hatten

1965 Tiamonte verbesserte die Schraubenimplantate.

1968 Linkow kreiert die ersten Extensionsimplantate,

1969 Bränemark prägt den Begriff Osseointegration.

1970 Gründung,,Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie " .

1971 Gründung Arbeitskreis Implantologie.

1974 Freigabe der klinischen Anwendung für das intramobile Zylinderimplantat unter der Kurzbezeichnung IMZ.

1989 Gründung des Bundesverbandes der niedergeIassenen implantologisch tätigen Zahnärzte.