Digitale Fotographie

Dies sind die wichtigsten Angaben, die meines Erachtens nach für die Auswahl einer

Digitalkamera für die Dentalfotografie nützlich sind. Es sollte ,wenn nur irgend möglich,

ausschließlich eine manuell fokussierbare Spiegelreflexkamera mitsamt einem Makroobjektiv mit einer Aquivalenzbrennweite von zirka 100 mm verwendet werden. Ein Auflösung von 8 Megapixeln reicht für Standardanwendungen absolut aus. Für die Mundfotografie wird ausschließlich ein Ring- oder Zangenblitz empfohlen.

Aufnahmequalität:
Die Angabe zum Beispiel 3504 x 2336 Pixel ist die Auflösung des Bildsensors, Wir ersehen daraus sofort die maximale Bildpunktauflösung der Kamera von 3504 x 2336 = 8.185.344 Pixel. Dies entspricht zirka 8,2 Megapixel.

Lichtstärke:
Die Lichtstärke (2.8.: 1 : 3,8 bis 1 : 5,6) ist das Öffnungsverhältnis des Objektivs in Abhängigkeit von der eingestellten Brennweite. Je größer die Lichtstärke des Objektivs ist, desto weniger Umgebungslicht wird für die Aufnahme benötigt. Da in der Dentalfotografie wegen der dort erforderlichen hohen Schärfentiefe die Blende sehr weit schließen müssen, bringt uns eine hohe Lichtstärke des Objektivs nicht viel.

Aufnahmeprogramm, Belichtungsfunktion, Belichtungssteuerung:
Durch P, S (T), A, M, Automatik, Motivprogramme werden die Belichtungsmessfunktionen aufgezeigt.

P steht für die Programmautomatik,
S (manchmal T) steht für die Zeitvorwahl bzw. Blendenautomatik,
A steht für Blendenvorwahl bzw. Zeitautomatik und
M steht für die manuelle Nachführmessung.
In der Dentalfotografie arbeiten wir sinnvoller weise ausschließlich mit der Blendenvorwahl
A (Zeitautomatik), der manuellen Nachführmessung M und der vollautomatischen
TTL-Blitzmessung in Verbindung mit der Blendenvorwahl. Automatik steht für die Vollautomatik mit automatischer Blitzzuschaltung und die Motivprogramme
(2. B. Porträt, Nahaufnahme, Sport, etc.) für das jeweilige sinnvolle Belichtungsprogramm.

Messmodi/Messcharakteristik:
Hier werden die möglichen Messmethoden (2.B. Mittenbetonte, Mehrfeld- und Spotmessung) der Belichtungsmessung aufgeführt. Standard sind die mittenbetonte Integralmessung, die Mehrfeldmessung mit teilweise wählbaren Messfeldern, sowie die Spotmessung (Abb. 6). Für Motive mit hohem Kontrast, die belichtungstechnisch nur sehr schwer in den Griff zu bekommen sind, liefert die Mehrfeldmessung meist die ausgewogensten Ergebnisse.

Belichtungskorrektur:
Die Schrittweite sowie der Maximalwert der manuellen Belichtungskorrektur in den automatischen Belichtungsmessfunktionen wird hier angegeben

(2.8.: + 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen).

Blitzbelichtungskorrektur:
Die Blitzbelichtungskorrektur (2.8.: + 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen) ist das Analogon zur Belichtungskorrektur. Allerdings gelten die Korrekturen hier für die TTL--Blitzautomatik.

Blitzsynchronisation:
Die Blitzsynchronzeit (2. B.1/250 s) ist die kürzestmögliche Belichtungszeit, die an der Kamera im manuellen Blitzmode eingestellt werden kann, damit keine Abschattung durch den zweiten Verschlussvorhang des Blitzverschlusses eintreten kann.

Weißabgleich
Speziell in der Dentalfotografie ist die manuelle Einstellung des Weißabgleichs mittels Messung einer reinweißen oder genormten grauen Referenzfläche das Mittel der Wahl. Für die Blitzfotografie kann die Blitzlichtvoreinstellung sinnvoll sein (2. B. Auto, Manuell, Messung, diverse Voreinstellungen). Die anderen üblichen Voreinstellungen wie Tageslicht, wolkig, Kunstlicht, Leuchtstofflampe und Automatik sind für die Dentalfotografie tendenziell unbrauchbar.

Iso- Empfindlichkeit:
Die "Filmempfindlichkeiten" können an der Kamera angewählt werden (2.8. Auto, 100, 200, 400,800, 1600 ISOJ. Je höher die eingestellte ISO Zahl ist, desto weniger Licht ist für die korrekte Belichtung notwendig, desto schlechter wird aber auch die Bildqualität durch das sogenannte  .,Rauschen". Für die Mundfotografie eignen sich in aller Regel die niederen ,,Filmempfindlichkeiten"(möglichst 100 ISO) in Verbindung mit einer leistungsstarken Lichtquelle (2.B. Stereoblitz).

Histogramm:
im Wiedergabemodus Dies ist die Anzeige des Histogrammes 12. B. Ja), die, vereinfacht gesagt, die Helligkeitsverteilung der einzelnen Bildpunkte des Bildes zeigen. Anhand des Histogrammes kann man, wenn das Monitorbild wegen eines zu hellen Umgebungslichtes schlecht abgeschätzt werden kann, die korrekte Belichtung der Fotografie sehr wirkungsvoll beurteilen.

Blitzschuhanschluss:
Wenn ein Blitzschuhanschluss vorhanden ist (Abb. 7),lassen sich die verschiedenen Systemblitze wie z.B. Ring- oder Zangenblitze ganz einfach anschließen. Vergewissern Sie sich vor dem Kauf unbedingt, ob das gewünschte Blitzgerät die Funktionen wie z, B. die TTL-Blitzfunktion der verwendeten Kamera unterstützt. An diesem Blitzschuh lässt sich außerdem in aller Regel mittels eines Adapters ein Standardblitzsynchronkabel anschließen.