Implantate

tl_files/content_images/Implantatkrone_15.JPGEin Zahnimplantat ist eine kleine Schraube, die als künstliche Zahnwurzel im Kiefer dient. Sie besteht aus Titan, einem körperverträglichen Material, das eine starke Bindung mit dem Knochen ermöglicht und eine stabile Grundlage schafft. Der Implantatpfosten, der dem Implantat angepasst wird, bietet sozusagen einen Anker für die vorgesehene Krone, Brücke oder Prothese. Das Abschleifen gesunder Zähne, wie es bei herkömmlichen Kronen- und Brückenkonstruktionen üblich ist, ist somit nicht notwendig.

Bei Verlust mehrerer Zähne ist eine von Implantaten getragene Brückenkonstruktion oder Krone eine optimale Lösung, da sie als Zahnwurzel fungieren und die Stütze durch angrenzende gesunde Zähne nicht notwendig ist.

Zusätzlich zur natürlichen Kaufunktion und dem natürlichen Aussehen erlauben implantatgetragene Zahnprothesen und Brücken eine effektive und stabile Langzeit-Lösung. Es gibt keine Schmerzen und auch wunde Stellen im Mund, die oft mit schlecht sitzenden Prothesen in Verbindung stehen, bleiben aus. Durch die Stimulierung des Kieferknochens helfen Implantate das Knochengewebe zu erhalten und die natürliche Gesichtsform beizubehalten.

Wann sind Zahnimplantate zu empfehlen?

tl_files/content_images/Implantatkrone_09.JPGDie Zahnlosigkeit bedeutet für Betroffene seit langem ein großes Problem. Für viele Patienten spielt aber auch die ästhetische und die damit verbundenen psychologische Situation eine ganz entscheidende Rolle. Kaubeschwerden, eventuell schlecht sitzender Zahnersatz etc., tragen oft dazu bei, dass sich viele Menschen isolieren.

  • Lückenschluß bei Verlust eines Einzelzahnes. Gesunde Nachbarzähne bleiben so vom Beschliff und Überkronen verschont.
  • Wiederherstellung der Kaufunktion bei Verlust der Bakenzähne.
  • Verankerung der totalen Prothesen um einen besseren Halt und somit eine deutliche Verbesserung der Kaufunktion zu erzielen.
  • Bei Verlust eines, mehrer, oder aller Zähne, wenn der Patient keinen herausnehmbaren Zahnersatz akzeptieren möchte.

Die optimale, aber auch teuerste Lösung bei einem zahnlosen Kiefer ist die festsitzende Versorgung. Es werden 6 bis 8 Zahnimplantate, je nach Kieferform und Knochenangebot gesetzt. Auf diesen Zahnimplantaten wird dann eine Brücke besfestigt, die nicht mehr abgenommen werden muß.

Anwendungen für Zahnimplantate:

  • Einzelzahnersatz
  • Versorgung von größeren Lücken
  • Versorgung von verkürzten Zahnreihen
  • Haltverbesserung bei abnehmbaren Prothesen
  • Vollständiger oder teilweiser Ersatz des Zahnbogens mit einer festsitzenden Brücke

Zahnloser Kiefer

tl_files/content_images/Impantat Syncon mit MG_25.JPGZahnlose Patienten | Zahnloser Patient
Auf die Möglichkeit, zahnlose Patienten mit Implantaten zu versorgen, wurde bereits hingewiesen. Zunächst lässt sich nach einem vollständigen Zahnverlust in der Regel eine Prothese anfertigen, die einen guten Halt hat.

Zahnloser Oberkiefer
Beim zahnlosen Oberkiefer kann in den meisten Fällen ein Saugeffekt erzielt werden, der eine gute Stabilität gewährleistet. Je weiter aber der Kieferknochen im Laufe der Jahre abgebaut wird, desto schwieriger wird es, einen ausreichenden Halt zu erzielen. Das gilt insbesondere für den Unterkiefer.

Zahnloser Unterkiefer
Der dankbarste Einsatzbereich von Zahnimplantaten ist der zahnlose Kiefer. Ein implantat- getragener und daher festsitzender Zahnersatz verbessert nicht nur die Lebensqualität Betroffener sondern auch das Aussehen und die Kaufunktion. Viele Patienten können und wollen sich heute nicht an eine Totalprothese gewöhnen. Trotz Haftcremes und Zungen- verrenkungen klappern die Gebisse, machen befremdliche Geräusche und nicht zu selten fallen sie beim Husten, Lachen oder Niesen heraus. Bei vielen Prothesenträgern führt dies sogar dazu, dass sie sich dem gesellschaftlichen Leben entziehen. Darüber hinaus, führen Totalprothesen zu einem Abbau des Kieferknochens und vor allem im Unterkiefer ist dann eine gut sitzende Prothese nicht mehr machbar.

Hier gibt es zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Implantatverankerte herausnehmbare Prothese
  • Implantatverankerte festsitzende Brücken


Behandlungsablauf:

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Das Vorgehen bei der Behandlung und die Anzahl der Sitzungen hängen weitestgehend von der jeweiligen Kiefersituation ab. Anhand moderner Behandlungsmethoden der ästhetischen Zahnmedizin dauert die gesamte Behandlung nur 4 Sitzungen. Mit einem konventionellen Behandlungansatz können 8-10 Sitzungen notwendig sein. Die meisten Patienten berichteten, dass sie sich nach dem Eingriff weit besser fühlten als sie erwartet hatten.

1. Vor dem Eingriff

Der Zahnarzt stellt fest, welche Behandlungsschritte erforderlich sind und bereitet sowohl sich selbst als auch den Patienten auf die bevorstehende Behandlung vor.

2. Einsetzen der Implantate

Zunächst werden die Zahnimplantate eingesetzt, um die Wurzeln der fehlenden Zähne zu ersetzen. In diesem Fall werden fünf Implantate verwendet. Mit Provisorien, die ganz normal belastet werden können, wird der Zeitraum überbrückt, bis die permanente Brücke eingesetzt werden kann.

3. Einsetzen der Brücke

Die definitive Brücke wird fest an den Implantaten verankert. Bei einer Versorgung für vollständig zahnlose Kiefer wie in diesem Fall sind in der Regel zwei bis drei Termine erforderlich, bis die Brücke ganz eingesetzt ist.

4. Endergebnis

Es sollte - für Sie und Andere - kaum möglich sein, die neuen Zähne von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Patienten, die vor der festsitzenden Brücke eine konventionelle Prothese trugen, sind häufig von dem Ergebnis überwältigt und begeistert.

Alternativen zur festsitzenden Brücke:

Herausnehmbare, an Implantaten verankerte Deckprothese

Eine herausnehmbare Deckprothese, die an Implantaten verankert wird, ist eine mögliche Alternative zu einer festsitzenden Brücke. Diese konventionelle Versorgung weist aber viele Nachteile auf und sollte, wenn möglich, vermieden werden.

Eine herausnehmbare Deckprothese, die entweder überDruckknopfverbindung oder Steg und Stegreiter gesichert ist. Diese sind wiederum an zwei oder mehr Implantaten im vorderen Kieferbereich verankert. Die Implantate vermeiden ein Verrutschen der Prothese und bieten eine bessere Funktion und höheren Tragekomfort. Die Kosten sind meistens ausschlaggebend für eine Entscheidung zugunsten dieser Lösung - obwohl das Endergebnis nicht zu vergleichen ist.

Herausnehmbare Deckprothese

Eine Deckprothese wird lose auf das Zahnfleisch aufgesetzt, um die fehlenden Zähne zu ersetzen. Diese Alternative weist keine echten Vorteile auf - mit Ausnahme der geringen Kosten und der einfachen Insertion. Diese Lösung ist mit vielen Nachteilen behaftet: unangenehmes Gefühl beim Essen, mangelhafte Ästhetik, Probleme beim Sprechen und Zahnfleischreizungen durch das Verrutschen der Prothese. Darüber hinaus wird durch eine Deckprothese im Oberkiefer der Geschmackssinn nachhaltig eingeschränkt.