Nichtedelmetall Legierungen

tl_files/content_images/CAD SLM Bruecke NEM auf Implantate_13.JPGLegierungen (NEM) an die Stelle der Goldlegierungen. Sie sind, wie der Name sagt, edelmetallfrei. NEM-Legierungen bestehen hauptsächlich aus Chrom, Kobalt und Molybdän mit wechselnden Anteilen, und Beimengungen aus Silizium und anderen Bestandteilen. Dieses Material wird von Zahnärzten und Zahntechnikern zuweilen auch fälschlich als „Edelstahl“ bezeichnet, fälschlich deshalb weil in diesen Legierungen keinen Stahl oder Eisen enthalten ist. Edelstahl besteht hauptsächlich als Chrom und Nickel und Eisen. Cobalt-Chrom- Legierungen werden seit ca. 1960 in der Zahnmedizin und Zahntechnik für die Herstellung von Modellgussprothesen verwendet. Der Kostendruck in der Zahnmedizin veranlasste die Dentalindustrie daraufhin einen neuen Werkstoff zu finden der preisgünstiger als Goldlegierungen ist. Nach einiger Zeit der Forschung, denn es mussten viele Komponenten für die Verarbeitung dieser Legierungen modifiziert werden (die Legierungszusammensetzung, die Einbettmassen, die Gießtechnik, die Keramikmassen, die Werkzeuge, usw.)
Nach erfolgreicher Forschung und Entwicklung ist dieser Werkstoff auch sehr gut geeignet, um die verblendbaren Metallgerüste für Kronen, Brücken und andere metallische Zahnersatzelemente herzustellen. Die von uns verwendeten NEM- Legierungen sind alle Nickelfrei, somit sind die Gefahren der Allergieauslösung sehr gering.
Es gibt jedoch noch Legierungen auf dem Markt die Nickel enthalten, deshalb sollten Sie vor der Behandlung abklären ob die verwendete Legierung zu den Nickelfreien Legierungen gehört.
Die Nichtedelmetall-Legierungen der neuen Generation haben sich in vielen wissenschaftlichen und klinischen Studien als absolut biokompatibel und allergieunbedenklich erwiesen, weiter hat sich dabei herausgestellt, dass Nichtedelmetall-Legierungen nicht als billiger oder gar minderwertiger Ersatz für Goldlegierungen gesehen werden dürfen, weil NEM-Legierungen einen deutlich günstigerenMaterialpreis als Goldlegierungen haben, denn sie besitzen einige positive Eigenschaften. Nichtedelmetall ist daher durchaus eine vollwertige und dabei preiswertere Alternative zu Goldlegierungen oder Titan. Wir und unsere Lieferanten sind in der Herstellung von Zahnersatz aus NEM-Legierungen seit vielen Jahren erfahren. Mit Zahnersatz aus NEM-Legierungen erhalten Sie als Patient eine funktionell einwandfreie und sichere und dabei preiswerte Qualitativ hochwertige Arbeit, die den strengen Anforderungen des Medizinproduktgesetzes entspricht.

Technische Werte einer Nem-Legierung:

Härte nach Vickers: 280
Dichte: : 8,3
Zugfestigkeit : 690
0,2 Dehngrenze : 560
Bruchdehnung : 14
E- Modul : 210.000
WAK- Wert : 14.8x10-6 K-1

Legierungen
Definition:
Legierungen bestehen aus mindestens 2 verschiedenen Metallen. Durch diese Verbindung (durch zusammenschmelzen) ensteht eine Legierung die ganz neue Eigenschaften als die ursprünglichen Metalle haben kann.
Legierungen im Dentalbereich sind sehr hochentwickelt und bestehen teilweise aus bis zu 10 Metallen und Zusätzen um den hohen Ansprüchen in der Dentaltechnik und Zahnmedizin gerecht zu werden.
Ein nicht geringer Teil des Legierungspreises besteht deshalb aus den hohen Forschungs- und Entwicklungskosten um die erforderliche Zertifizierung (Ce- Zeichen) zu erhalten.

NEM- Legierungen bestehen im Wesentlichen aus:
Cobalt,
Chrom,
Molybdän,
Eisen,
Wolfram,
Silicium,
Mangan,
Platin,

In jedem Fall sind diese Legierung Nickelfrei! Da Nickel als Allergieauslöser bekannt ist wird bei fast allen Legierungen auf Nickel verzichtet.

NEM - Legierung: Technische Daten
Härte nach Vickers: 280
Dichte: : 8,3
Zugfestigkeit : 690
0,2 Dehngrenze : 560
Bruchdehnung : 14
E- Modul : 210.000
WAK- Wert : 14.8x10-6 K-1

Kobalt-Chrom

tl_files/content_images/chrom.jpgKobalt-Chrom-Legierungen gehören wohl zu einer der am häufigsten gebrauchten Legierungsgruppe in der Zahnmedizin. Sie werden zum größten Teil für Modellgussprothesen verwendet, da sie sich neben ihrer Härte und Mundbeständigkeit durch ein günstiges Elastizitäts-Modul auszeichnen,  welches den Klammeranteilen zugute kommt. Aber auch als Grundgerüst für Teleskop- und Geschiebeprothesen können sie benutzt werden, um deren Stabilität und Haltbarkeit zu gewährleisten. Sie gewinnen auch weltweit zunehmend an Bedeutung für die Kronen- und Brückentechnik.

Die zahnärztlichen Anfänge von edelmetallfreien Arbeiten reichen bis ins Jahr 1860 zurück. Man stellte damals bereits Basisplatten aus Aluminium mittels Kaltverformung her . Im Jahr 1919 führte die  Firma Krupp den Edelstahl ein und dieser diente daraufhin als Grundmaterial für Klammern, Bügel und Basisplatten. 

In der weiteren Entwicklung gelang ERDLE und PRANGE 1932 die Herstellung der vergießbaren Kobalt-Chrom-Legierung Vitallium. Auch heutzutage bildet diese in nahezu unveränderter Form den Grundbaustein der modernen Kobalt-Chrom-Legierungen. Heutzutage stellen die edelmetallfreien Legierungen weltweit nach ihrem Umsatz betrachtet die größte Legierungs- gruppe dar. Besonders in den USA erreichen diese als kostengünstige Variante zu edelmetallhaltigen Arbeiten einen Markteil bis zu 70 % .