Platinhaltige Goldlegierung

tl_files/content_images/Goldinlay_17.jpgMetalle haben ein regelmäßiges kristallines Gefüge. Man stellt sich vor, dass die positiv geladenen  Metallionen auf festen Gitterplätzen sitzen. Die negativ geladenen Elektronen sind als Gas in den Zwischenräumen des Gitters freibeweglich verteilt. Die Metallbindung gilt für alle Metalle.

Arten: Legierungen sind Mischungen von mindestens zwei Metallen bzw. einem Metall und einem Nichtedelmetall. Die Bestandteile werden in einem bestimmten Mischungsverhältnis zusammengeschmolzen. In der Zahntechnik ist das die übliche Form der verwendeten Metalle, da die mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften gezielt verändert werden können. Die drei hauptsächlichen Kriterien die man bei der Legierungsherstellung beachten sollte sind die Materialeigenschaften (Härte, Elastizität), Verarbeitungsdaten (Fließfähigkeit, Geräteeinsatz) und die Patientenperspektive (Ästhetik, Reinigungsfähigkeit). Man unterscheidet zwischen den

Edelmetalllegierungen (Gold-, Palladium-, Silberlegierungen) die vorwiegend bei der Herstellung von dem festsitzendem Zahnersatz gebraucht werden und die Nichtedelmetalllegierungen (Kobalt-, Nickel-, Eisenlegierungen) für die herausnehmbare prothetische Versorgung.

Hochwertige Goldlegierungen  bestehen zwischen 75 bis 90% aus Gold. Die weiteren Bestandteile sind oft Platin, Palladium, Silber, Kupfer und weitere Metalle. 

Goldreduzierte Legierungen, die sog. Spargolde, besitzen einen geringen Edelmetallgehalt( 60-65% )

Galvano Gold

tl_files/content_images/gold.jpgDabei handelt es sich um eine hauchdünne Metallschicht, die auf einer leitenden Oberfläche abgeschieden wird. Bei einer dicken  Schicht entsteht ein selbsttragendes Gerüst, der in der Zahntechnik eine sehr breite Indikation hat. Die Galvanogerüste sind eine gute Grundlage  für Kronen, Brücken,  Inlays, Teleskope wie auch für die Implantat-Technik. Die vielfältigen Einsatzgebiete hängen stark mit den Eigenschaften des Werkstoffes zusammen. Die Käppchen bestehen aus dicht zusammengelagerten Körnen. Sie sichern eine Spannungsfreiheit und eine enorme Passungsgenauigkeit. Bei dem Galvanoforming wird fast ein hundertprozentiges Gold abgeschieden, was heißt, dass die Gerüste nicht oxidieren können und somit keine Allergien auslösen. Ein Nebenaspekt ist  auch der warme Farbton, der bei den Verblendkronen zur Geltung kommt. 

Nichtedelmetalle oder anders genannt, edelmetallfreie Legierungen, bestehen aus Chrom, Kobalt und Molybdän. Die Hauptbestandteile tragen dazu bei, das das Gerüst für die Modellgussarbeiten hart aber auch streckbar und elastisch ist. Die Legierung zeichnet sich mit der typischen silberweißen Farbe aus. Trotz der chemischen Beständigkeit können die Bestandteile( im Gegensatz zu den Edelmetallen ) bei dem Träger einen leicht metallischen Geschmack hervorrufen. Der Stahl erfreut sich dank dem niedrigen Preis großer Nachfrage. Er wird fast in allen Bereichen verwendet, ob als Gerüstwerkstoff oder zuletzt sogar bei den präzise hergestellten Teleskopen. 

Eigenschaften: jedes Metall hat außer den material- auch die elementspezifischen Eigenschaften. Sie zeichnen sich unter anderem mit  Glanz, Wärmeleitfähigkeit, Lichtundurchlässigkeit, relativ hoher Dichte und der elektrischen Leitfähigkeit. Es gibt da aber auch die sog. Kornfeiner( z.B. Molybdän, Wolfram ) die eine enorme Bedeutung als Legierungsbestandteil haben. Sie bewirken wie der Name schon sagt ein feines, kleines Korn. Bei Erstarren der Schmelze beginnt die Gitterbildung an vielen Stellen. Es erstarren zunächst die Bestandteile mit hohem Schmelzpunkt. Je mehr Gitteranfänge, desto kleiner das Korn und somit feiner die Struktur der Legierung. Die anderen Metalle, wie z.B. Platin, Silber in Verb. mit Kupfer sind für die Härte verantwortlich. Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch die Korrosion. Die Korrosionsbeständigkeit hängt ab von den elektrochemischen Negativitäten einer Legierung oder eines Metalls. Bei den zuletzt genannten Metallen unterscheidet man zwischen edlen und unedlen. Edle Metalle lassen sich in einer Lösung schlechter zersetzten als die unedlen. In einer Legierung sieht es ähnlich aus, sie soll eine geringe Elektronegativität aufweisen, damit sie nicht korrodieren. Es sind also große Ladungsunterschiede zwischen den Metallen im Mund zu meiden( z.B. Titan und Gold ).

Legierungsbestandteile und deren Funktion in Edelmetall-Legierungen

  • Gold (Au)          Verleiht ästhetische Farbe, biokompatibel und beständiges Edelmetall
  • Platin (Pt)         hochwertiges Edelmetall, biokompatibel, härtet und bringt Festigkeit
  • Silber (Ag)         Härtet in Verbindung mit Kupfer. Bildet gutes Haftoxid
  • Palladium (Pd)    Preiswertes Edelmetall, härtet, korrosionsbeständig und erhöht die Festigkeit. Ist ein Metall der Platingruppe.
  • Kupfer (Cu)        Härtet in Verbindung mit Silber, intensiviert die Farbe.
  • Indium (In)        Härtet und senkt den Schmelzpunkt, Oxidbildner
  • Gallium ((Ga)      Härtet und senkt Schmelzpunkt von palladiumhaltigen Legierungen
  • Iridium (Ir)         wirkt als Kornfeiner
  • Zink (Zn)           Verbessert Fließverhalten in Goldlegierungen.

Verarbeitung: Im Prinzip kann man sagen, dass jedes Gerüst eine vorab angefertigte Wachsmodellation benötigt. Als Erstes werden die  Abformungen ausgegossen. Die hierzu verwendete Materialien sind Gips oder unter bestimmten Bedienungen Kunststoff oder Einbettmassen bei Modellgussarbeiten. Anschließend wird auf dem Modell ein Wachsgerüst modelliert. Des Weiteren wird die Modellation eingebettet und in einen Ofen gestellt wo das Wachs unter sehr hoher Temperatur entweichen kann. In den so entstandenen Hohlraum gießt man das geschmolzene Metall. Nach dem Abkühlen der Form wird das Werkstück ausgebettet und mit entsprechenden Fräsen und Schleifkörpern verarbeitet. Je nach Einsatzgebiet ob Kronen oder partielle Prothesen, werden die Metalle durch unterschiedliche Verbundsysteme durch Kunststoff oder Keramik ergänzt.

Einsatzgebiete: die Metalle werden in verschiedensten Formen gebraucht. Ob als Folien( Platinfolien als Brennträger für die Kronen, Zinnfolien zum Hohllegen von Schleimhautbereichen ), Gerüste für Kronen, Brücken oder partielle Prothesen oder schlicht als Metalleinlage zur Verstärkung