Unsichtbare Zahnregulierung

Ob Engstand, Tiefbiss oder Lückenschluss – insbesondere erwachsene Patienten wünschen sich heutzutage eine möglichst unauffällige Korrektur ihrer Zahnfehlstellungen.

Die herausnehmbaren, durchichtigen Schienen entsprechen dabei nicht nur besonders ästhetischen Kriterien, sondern sind zudem komfortabel zu tragen. 

Die Besonderheit des Systems liegt in den für jeden Behandlungsschritt einzeln erstellten Schienen. Diese werden mithilfe des Druckformgeräts gefertigt und das für jeden Schritt in jeweils drei verschiedenen Stärken (0,5 mm, 0,6 mm und 0,8 mm). Die Dauer eines Behandlungsschrittes beträgt drei Wochen, sodass jede Schiene eine Woche lang getragen wird.

Die Kontrolle des Set-ups erfolgt mit Hilfe einer Software. Dabei wird vom Set-up-Modell eine Schiene erstellt, die pro Behandlungsschritt einen Bewegungsbereich von 0,5 bis 1 mm vorsieht. Nach jedem Therapieschritt wird ein neues Set-up erstellt, welches dann als Grundlage für die Formung der nächsten drei Schienen dient. Somit lassen sich Fehler minimieren, wie sie mitunter bei anderen Aligner-Systemen auftreten.

Das Schienensystem bietet :

  • sofortige, kostengünstige Herstellung 
  • vollkommene Behandlungskontrolle
  • jederzeitige Therapiekorrektur möglich

Zudem bietet das System weitere Vorteile, wie:

  • Zahnkorrekturen höchster Qualität durch präzise, individuelle Passform
  • vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
  • hochwertige, bioverträgliche Thermoplast-Schienen 
  • hoher Tragekomfort, keine störenden Drähte oder Schrauben
  • Sprechen und Lachen ohne Einschränkung
  • beste Ästhetik durch optisch fast unsichtbare Schienen
  • hohe Passgenauigkeit
  • leicht herausnehmbar, einfache Hygiene mittels Zahnbürste.

So können Engstände, Lückenschlüsse/Diastema, In- und Extrusionen, Mittellinienkorrekturen, das Finishing oder Detailing mithilfe dieses Aligner-Systems problemlos durchgeführt werden.

Zudem kann der CLEAR-ALIGNER zur Expansion eingesetzt werden. Dazu kann vom Set-up-Modell in verschiedene Richtungen expandiert werden (oblique laterale Expansion, bilaterale Expansion und anterior-posteriore Expansion). In der Regel werden alle Expansionsrichtungen bereits zu Behandlungsbeginn angebahnt, um Raum für die Auflösung von Engständen zu generieren. Die Intrusion mithilfe dieses Systems erfolgt sowohl durch relative als auch absolute Intrusion. Die harmonische Ausrichtung der Zähne wird hierbei immer dann weitergeführt, wenn zwischen den einzelnen Set-ups ein Bewegungsbereich von 1 mm liegt.

Von der Beratung bis hin zum optimalen Behandlungsergebnis sind es nur wenige Schritte:

1. Patienten-Beratung 
Vorstellung der individuellen Behandlungsmöglichkeiten (Angebot/Kosten sowie Behandlungszeit)

2. Abdrucknahme
Ober- und Unterkiefer-Abformungen zur Herstellung der passgenauen Schienenbasis.

3. Fertigung der Schienen
Alle Schienen werden präzise und individuell durch Druckformtechnik im Labor hergestellt.

4. Behandlung
Während des Tragens der Korrekturschienen wird der Behandlungsfortschritt regelmäßig kontrolliert.

Trageempfehlung 

Um die Zahnfehlstellungen so effektiv wie möglich zu korrigieren, ist folgender Tragerhythmus empfehlenswert:

1. Tag: Schiene mehrmals am Tag tragen und stundenweise herausnehmen. Nachts durchgängig tragen.

2. Tag: Tagsüber nur noch bei Bedarf stundenweise herausnehmen und nachts weiterhin durchgängig tragen.

3.–6. Tag: Durchgängig Tag und Nacht tragen und lediglich kurz zu den Mahlzeiten herausnehmen. 

7. Tag: Wechsel zur nächsten Schiene. Zur Eingewöhnung können bei Bedarf Tragepausen eingelegt werden.

Der Behandlungserfolg resultiert hierbei ausschließlich aus der Trageintensität.

Pflegeempfehlung
Zu beachten gilt, dass das Rauchen und Trinken von Kaffee o.ä. mit aufgesetzten Schienen zu Verfärbungen der Schienen führt.

Retention

Zähne bewegen sich und können – ohne eine entsprechende Hilfe – in ihre ursprüngliche Stellung „zurückwandern“. Für diese Rezidive gibt es verschiedene Ursachen:

• Die Knochenneubildung im Zahnfach ist noch nicht abgeschlossen.
• Die Spannung der Zahnhaltefasern – besonders nach Zahndrehungen – ist noch nicht abgebaut.
• Der Druck der umgebenen Weichteile (Zunge, Lippen- und Wangenmuskulatur) hat sich noch nicht auf die veränderten Zahnpositionen ein gestellt.
• Es bestehen noch Fehlfunktionen der Zunge beim Sprechen und Schlucken.
• Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne verengt die Zahnreihen nach vorn.

Zur Vermeidung von Rezidiven kann ein Retainer eingesetzt werden, welcher lingual bzw. palatinal exakt an den Zähnen anliegt, um so die korrigierte Zahnstellung dauerhaft zu stabilisieren. Hierbei schützt der Retainer die neu positionierten Zähne so lange vor dem veränderten Druck beim Abbeißen und Kauen sowie vor den Einflüssen von Zunge, Lippen- und Wangenmuskulatur, bis die normale Festigkeit im Kieferknochen wiederhergestellt ist.

Die Retentionsphase beträgt in der Regel doppelt so lange wie die aktive kieferorthopädische Behandlungszeit, wobei die Dauer der Retention auch von Art und Umfang der durchgeführten Zahnbewegungen bzw. Bissveränderung abhängt. Sie wird individuell festgelegt und kann auch für einen längeren Zeitraum notwendig sein.

Nach einer Behandlung von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen – besonders bei geschädigtem Zahnhalteapparat/Parodontose – sollte die Retention dauerhaft und lebenslang erfolgen. In solchen Fällen haben sich herausnehmbare Kunststoff-Schienen aus PC – IMPRELON „S“ mit 1mm Stärke bewährt, die nur nachts – später auch nur jede zweite oder dritte Nacht – getragen werden sollten. 
Die Ausdehnung ist grazil – oberhalb vom Zahnfleischsaum – und deutlich kürzer als beim CLEAR ALIGNER. Die transparenten herausnehmbaren OK- und UK-Retentionsschienen können für den gesamten Zahnbogen hergestellt werden.