Wichtige Begriffe in der Dental Fotographie

Auszug oder Objektivauszug:
Wenn ein Objektiv auf unendlich Scharf gestellt wird, ist der Auszug 0. Beim Scharfstellen im Nahbereich wird das Objektiv durch Drehen am Scharfeinstellring “herausgedreht". Sobald der Auszug gleich groß wie die Brennweite des Objektivs ist, erhält man einen Abbildungsmaßstab von 1. Bei weiterem Ausziehen vergrößert sich auch der Abbildungsmaßstab.

Abbildungsmaßstab:
Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis der Bildgröße des fotografierten Objekts auf dem Film zur Originalgröße des fotografierten Objekts. Ist der Abbildungsmaßstab kleiner als 1, wird das Objekt verkleinert abgebildet. Ist der Abbildungsmaßstab größer als 1, wird das Objekt vergrößert abgebildet.

Belichtungszeit:
Belichtungszeit ist der Zeitraum, in welchem der Kameraverschluß offen ist und der Film belichtet wird. Falls man ohne Stativ fotografiert, ist die Verwacklungsgefahr umso größer, je länger die Belichtungszeit ist. Als Faustregel gilt: Um Verwacklungen auszuschließen, sollte die Belichtungszeit (in Sekunden) nicht länger sein ais der Kehrwert der Objektivbrennweite. Beispiel: Die Brennweite beträgt 50 mm. Daraus folgt, dass die Belichtungszeit nicht länger als 1/50 sec sein sollte (gewählt: 1/60 sec).

Blende:
Die Blende regelt die einfallende Lichtmenge im Objektiv. Merke: Je größer die Blende (kleine Blendenzahl), desto kleiner die Schärfentiefe. Je kleiner die Blende (große Blendenzahl), desto größer die Schärfentiefe.

Blitzsynchronzeit:
Wird ohne Automatikblitz oder mit einer Blitzanlage geblitzt, muss an der Kamera bei der Belichtungszeit die Blitzsynchronzeit (“Blitz-Symbol”) eingestellt werden.

Brennweite:
Merke: Je größer die Brennweite des Objektivs, desto weiter kann man (bei gleichem Abbildungsmaßstab) vom Objekt entfernt sein. Deshalb wird bei Oralaufnahmen ein 100-mm-Objektiv empfohlen, damit der Fotograf nicht zu dicht an den Patienten muss.

Dioptrie:
Die Dioptrie gibt die Brechkraft von Linsen (2.B. Nahlinsen) an. Bei der Nahlinse gilt: Je höher die Dioptrie, desto näher kann man an das Obiekt und desto größer ist der Abbildungsmaßstab.

Farbtemperatur:
Tageslicht-Farbfilme sind auf eine Farbtemperatur von zirka 5500 K abgestimmt. Um farbstichfreie Fotos zu erhalten, muss darauf geachtet werden, dass die Lichtquelle (falls nötig) mit Hilfe von Filtern an den Farbfilm angepasst wird.

Filmempfindlichkeit:
Die Filmempfindlichkeit gibt an, wie lichtempfindlich ein Film ist. Wichtig zu wissen ist, daß ein niedrigempfindlicher Film feinkörnig (hohe Auflösung) ist. Ein hochempfindlicher Film ist grobkörnig (niedere Auflösung). Für die Dentalfotografie wird im allgemeinen eine mittlere Empfindlichkeit von2I DIN (100 ASA) empfohlen.

Filterfaktor:
Der Filterfaktor (Verlängerungsfaktor) gibt an, wieviel Licht vom entsprechenden Filter geschluckt wird. Das heißt, daß um diesen Faktor länger belichtet werden muß als ohne vorgeschalteten Filter. Wenn eine TTl-Messung erfolgt, muß dieser Faktor bei der Belichtungsmessung nicht berücksichtigt werden.

Graukarte:
Die Graukarte ist ein grauer Fotokarton (oder Kunststoffplatte) mit einem Remissionsvermögen von 18 Prozent. Sie wird als Hilfsmittel für die Belichtungsmessung (Objektmessung) benötigt

Lichtmessung:
Bei der Belichtungsmessung von sehr hellen oder sehr dunklen Objekten wird eine Lichtmessung durchgeführt. Dabei wird vor den Belichtungsmesser eine transluzente Kunststoffkalotte gebracht, weiche 18 Prozent des einfallenden Lichtes durchläßt. Die Lichtmessung läßt sich nur mit einem externen Belichtungsmesser durchführen.

Lichtstärke:
Die Lichtstärke gibt bei einem Objektiv an, wieviel Licht bei voller Öffnung der Blende hindurchgelassen wird. Je größer der Linsendurchmesser, um so höher ist die Lichtstärke.

Leitzahl:
Bei Blitzgeräten gibt die Leitzahl die Leistung des Blitzgerätes an. Die maximale Blitzentfernung (in m) kann man ermitteln, indem man die Leitzahl des Blitzgerätes durch die eingestellte Blende am Objektiv teilt. Beispiel: Die Leitzahl des Blitzgerätes beträgt 32. Am Objektiv ist eine Blende von B eingestellt. Ergebnis: Die maximale Blitzentfernung beträgt 32/B = 4 Meter

Objektmessung:
Bei der Objektmessung wird das vom Objekt remittierte Licht gemessen. Dies erfordert entweder eine ausgewogene Motivhelligkeit oder dieVerwendung einer Graukarte. Jede Kamera, die einen eingebauten Belichtungsmesser besitzt, führt eine Objektmessung durch.

Schärfentiefe:
Schärfentiefe wird der Entfernungsrdum genannt, in dem sich das Aufnahmeobjekt bewegen kann, um auf dem Film scharf abgebildet zu werden. Besonders bei Nah und Makroaufnahmen ist dieser Entfernungsraum sehr klein.

TTL-Messunq:
Bei der TTL-Messung wird die Belichtungsmessung durch das Objektiv (through the lense) hindurch ausgeführt. Dadurch werden belichtungsverlängernde Faktoren (2.8. Farbfilter) automatisch mitberücksichtigt.