Zirkon

tl_files/content_images/Fotografie_02.JPGÜber kaum einen Werkstoff aus der Zahnheilkunde wird zur Zeit soviel diskutiert wie über Zirkoniumdioxid und die damit verbundene Bearbeitung mit CAD/CAM-Technologie.

Vorweggenommen werden kann, dass das Potenzial dieses Metallfreien Werkstoffes für die Zahnheilkunde enorm ist und die verschiedenen Ver- bzw. Bearbeitungsmöglichkeiten mittlerweile einen Zuverlässigkeitsgrad erreicht haben, der keine Wünsche mehr offen lässt. Zirkoniumdioxid (ZrO2), das umgangssprachlich auch als Zirkon(oxid) bezeichnet wird, ist eine Hochleistungskeramik, also ein nichtmetallischer, anorganischer Werkstoff auf oxidischer Basis. Zu den besonderen Eigenschaften, die Zirkoniumdioxid als Werkstoff in der Zahnheilkunde qualifizieren, gehen vor allem seine außergewönliche Festigkeit, Härte, Verschleißfestigkeit und Formstabilität:

Biegefestigkeit (900 bis 1200 MPa), Härte (1200 Vickers ) und hohe Risszähigkeit (9 bis 10 MPa m 1/2 7) der Zirkoniumdioxidkeramik 

Biokompatibilität
CAD/CAM-gefertigter Zahnersatz auf Vollkeramikbasis ist absolutinert und verursacht keinerlei allergische Erscheinungen. Mit Yttrium teilstabilisiertes tetragonales Zirkoniumdioxid wird bereits seit vielen Jahren hundert - tausendfach problemlos bei k・stlichen Härtgelenke n eingesetzt . Auch in der Zahnheilkunde geht die Zahl der eingesetzten Geräte bereits in die hunderttausende. Obwohl Zahnersatz in Form von Metallkeramik (Einzelkronen und Brücken) durchaus ihren Stellenwert in der Zahnmedizin hat und durch die Verwendung von hochreinen Materialien negative Einflüsse auf den Organismus beinahe ausgeschlossen sind, so ist das ästhetische Erscheinungsbild von vollkeramischen Restaurationen ein vollkommeneres. Durch die weiße Farbe des Gerüstmaterials ergeben sich für den Zahntechniker -der exakten farblichen Anpassung  der Restauration an den im Patientenmund verbliebenen Restzahnbestand. Ein weiterer, wesentlicher Vorteil vollkeramischer Restaurationen ist auch die Tatsache, dass auf Grund der bereits erwähnten Biokompatibilität negative Reaktionen des Zahnfleisches (Verfärbungen, Rückbildungen) ausgeschlossen werden können. Bei Metallkeramikarbeiten nach längerer Trasche Ubergänge zwischen Zahnersatz und Zahnfleisch sollten eigentlich nicht mehr auftreten können.

Passgenauigkeit der Arbeit CAD/CAM-gefertigter Zahnersatz ist in seiner Präzision unerreichbar . Natürlich sind dabei die fachliche Kompetenz des Zahnarztes (Präparation) und das handwerkliche Können des Zahntechnikers gleichermaßen gefordert, um die materialspezifischen Möglichkeiten solcherart gefertigten Zahnersatzes voll - kommen auszureizen. Plaque-Affinität Zirkoniumdioxid weist eines o geringe Plaque-Affinität auf wie kein anderes in der Zahnmedizin verwendetes Material.

Phänomen der „Mundbatterie " Besonders bei empfindlich reagierenden Patienten kann ein „Metallmix" in Zusammenhang mit der elektrischen Leitfähigkeit des Speichels einen batterieähnlichen Effekt haben.